Sicherheit im Lager

Das Thema Sicherheit im Lagerverkehr mit Gabelstaplern steht regelmäßig auf der To-do-Liste von Unternehmern und Betriebsleitern. Dabei steht der Schutz der Mitarbeiter an erster Stelle.

Wenn es um die Sicherheit rund um Gabelstapler geht, denken viele zuerst an die Gefahren für die Fahrer. In einem Lager arbeiten jedoch noch viele andere Menschen, oft in der unmittelbaren Nähe von Gabelstaplern. Sie sind zu Fuß unterwegs, schieben Rollcontainer oder ziehen Handhubwagen und sind einem hohen Unfallrisiko ausgesetzt: Denn wenn sie unbemerkt einem Stapler in die Quere kommen, gibt es nur einen Sieger. Dass gerade die Unfallrisiken bei der Arbeit im Umfeld von Gabelstaplern nicht zu unterschätzen sind, zeigt der jährliche Bericht zum Arbeitsunfallgeschehen der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung). Spitzenreiter bei den Verursachern von meldepflichtigen Unfällen waren 2024 die Gabelstapler mit fast 6.000 Fällen, knapp dahinter lagen die nicht motorbetriebenen Deichselgeräte, also manuelle Hand- und Hochhubwagen.

In den RIDDOR*-Unfallberichten der letzten Jahre wurde festgehalten, dass bei über 40 Prozent der Unfälle mit Gabelstaplern eine zweite Person beteiligt war. Davon waren über 60 Prozent Fußgänger – Mitarbeiter, die in der Nähe arbeiteten – und rund 20 Prozent andere Personen (Kontrolleure, Passanten) sowie 15 Prozent Lieferfahrer.

Diese Unfälle haben oft verheerende Ausgänge mit schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen für die Betroffenen und für das Unternehmen selbst: Häufig ziehen sie rufschädigende Untersuchungen, kostspielige Schadensersatzforderungen, Gerichtsverfahren und Geldstrafen nach sich. Denn jedes Unternehmen hat die Pflicht, für die Sicherheit seiner Mitarbeiter zu sorgen und alle Risiken so weit wie möglich zu minimieren. Deshalb sind Gabelstaplerfahrerschulungen und -regelmäßige Unterweisungen ein Muss für jede Firma mit Flurförderzeugen im Einsatz. Gleichwohl ist ebenso wichtig, für die Sicherheit derjenigen Sorge zu tragen, die ungeschützt in der Nähe von frei fahrenden Gabelstaplern arbeiten.

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Tipps für mehr Schutz für Fußgänger

Trennung ist das sicherste Mittel

Der klügste Ratschlag für Fußgänger im Lager lautet: Halten Sie Abstand zu Gabelstaplern. Betreten Sie keine Bereiche, , in denen Stapler rangieren, und keine Räume, die für Fußgänger gesperrt sind – auch nicht als „Abkürzung“, unter Zeitdruck!

Wenn Fußgänger und Gabelstapler im selben Bereich arbeiten, sollte es ausgewiesene und vom restlichen Verkehr abgetrennte Gehwege geben. Diese sollten durch Absperrungen geschützt und durch Markierungen hervorgehoben sein.

Lassen Sie sich niemals dazu verleiten, unter eine angehobene Last zu gehen oder unter einer zu arbeiten – halten Sie immer einen Sicherheitsabstand ein.

Wenn ein Gabelstapler mit Zonenwarnlicht ausgestattet ist, sollten Sie diesen Bereich auf keinen Fall betreten. Die blauen Warnleuchten des Gabelstaplers markieren den Gefahrenbereich vor dem Fahrzeug. Rot markiert die Gefahrenzonen um den Gabelstapler herum.

Keine Risiken eingehen

Fahren Sie nicht als Beifahrer auf einem Gabelstapler mit und lassen Sie sich niemals mit der Last oder den Gabelzinken anheben.

Versuchen Sie nie, eine von den Gabeln rutschende Ladung zu stabilisieren, und versuchen Sie sich nicht als lebendes zusätzliches Kontergewicht. Regelmäßig kommen Menschen bei dem Versuch, als Gegengewicht zu fungieren, ums Leben.

Vorsichtige Annäherung

Tragen Sie immer Warnwesten. Für Fußgänger ist es viel einfacher, einen Gabelstapler zu erkennen als für den Staplerfahrer, den Fußgänger zu sehen.

Wenn ein Gabelstapler auf Sie zukommt, sollten Sie sich unbedingt vergewissern, dass der Fahrer Sie gesehen hat. Nähern Sie sich dem Stapler erst, wenn er steht – und dann nur von der Seite.

Fußgänger müssen in Bereichen, in denen Gabelstapler fahren und arbeiten, besonders wachsam sein und auf tote Winkel achten, sobald sie einen Gang betreten, um eine Ecke oder durch eine Türöffnung gehen.

Die häufigsten Unfallursachen mit Gabelstaplern

· Inspektionen und tägliche Wartungen vernachlässigt: Ob Gabelstapler oder PKW – ein technisch nicht verkehrssicheres Fahrzeug ist eine Gefahr für alle Beteiligten.

· Sicherheitsregeln nicht beachtet: Anlegen des Sicherheitsgurtes vergessen. Stapler unbeaufsichtigt mit Schlüssel abgestellt, sodass Unbefugte damit fahren können. Ladungssicherung vergessen. TOT-Mannschalter umgangen. Rennen gefahren, Grenzen ausgetestet…

· Der Stapler kippt: Gabelstapler neigen aufgrund ihrer Gewichtsverteilung schnell zum Kippen. Besonders in Kurven und beim Rangieren mit angehobener Last steigt das Risiko enorm.

· Arbeiten auf engem Raum: Ist der Stapler schwer beladen, ist die Sicht oft eingeschränkt und der Stressfaktor hoch. Unter Zeitdruck wird hektisch agiert und es steigt die Gefahr, Fußgänger zu übersehen.

· Die Lasten sind nicht richtig verteilt: Das Transportgut muss immer gleichmäßig verteilt werden. Eine Sicherung gegen Verrutschen ist unabdingbar. Je höher der Mast ausgefahren wird, desto mehr kann er schwanken.

Moderne Sicherheitssysteme im Gabelstapler

Die renommierten Gabelstapler-Hersteller investieren schon seit Jahren in die Sicherheitsfeatures ihrer Flurförderzeuge. Viele neue Stapler verfügen bereits über intelligente Systeme, die die Fahrer vor gefährlichen Situationen warnen oder diese erst gar nicht entstehen lassen. Beispiele dafür sind Kurvenkontrollsysteme, Personenerkennung und Abstandssensoren, automatischer Rampenstopp, Maststabilisierungssysteme, Pin-Code-Schlüsselsysteme und vieles mehr.

*RIDDOR = Reporting of Injuries, Diseases and Dangerous Occurrences Regulations. Die Verordnung über die Meldung von Verletzungen, Krankheiten und gefährlichen Vorkommnissen ist eine gesetzliche Vorschrift in England.

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