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Sicherheit im Lager

Sicherheit im Lager

Das Thema Sicherheit im Lagerverkehr mit Gabelstaplern steht regelmäßig auf der To-do-Liste von Unternehmern und Betriebsleitern. Dabei steht der Schutz der Mitarbeiter an erster Stelle.

Wenn es um die Sicherheit rund um Gabelstapler geht, denken viele zuerst an die Gefahren für die Fahrer. In einem Lager arbeiten jedoch noch viele andere Menschen, oft in der unmittelbaren Nähe von Gabelstaplern. Sie sind zu Fuß unterwegs, schieben Rollcontainer oder ziehen Handhubwagen und sind einem hohen Unfallrisiko ausgesetzt: Denn wenn sie unbemerkt einem Stapler in die Quere kommen, gibt es nur einen Sieger. Dass gerade die Unfallrisiken bei der Arbeit im Umfeld von Gabelstaplern nicht zu unterschätzen sind, zeigt der jährliche Bericht zum Arbeitsunfallgeschehen der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung). Spitzenreiter bei den Verursachern von meldepflichtigen Unfällen waren 2024 die Gabelstapler mit fast 6.000 Fällen, knapp dahinter lagen die nicht motorbetriebenen Deichselgeräte, also manuelle Hand- und Hochhubwagen.

In den RIDDOR*-Unfallberichten der letzten Jahre wurde festgehalten, dass bei über 40 Prozent der Unfälle mit Gabelstaplern eine zweite Person beteiligt war. Davon waren über 60 Prozent Fußgänger – Mitarbeiter, die in der Nähe arbeiteten – und rund 20 Prozent andere Personen (Kontrolleure, Passanten) sowie 15 Prozent Lieferfahrer.

Diese Unfälle haben oft verheerende Ausgänge mit schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen für die Betroffenen und für das Unternehmen selbst: Häufig ziehen sie rufschädigende Untersuchungen, kostspielige Schadensersatzforderungen, Gerichtsverfahren und Geldstrafen nach sich. Denn jedes Unternehmen hat die Pflicht, für die Sicherheit seiner Mitarbeiter zu sorgen und alle Risiken so weit wie möglich zu minimieren. Deshalb sind Gabelstaplerfahrerschulungen und -regelmäßige Unterweisungen ein Muss für jede Firma mit Flurförderzeugen im Einsatz. Gleichwohl ist ebenso wichtig, für die Sicherheit derjenigen Sorge zu tragen, die ungeschützt in der Nähe von frei fahrenden Gabelstaplern arbeiten.

Mitsubishi Axia EM
Generated with AI 

Tipps für mehr Schutz für Fußgänger

Trennung ist das sicherste Mittel

Der klügste Ratschlag für Fußgänger im Lager lautet: Halten Sie Abstand zu Gabelstaplern. Betreten Sie keine Bereiche, , in denen Stapler rangieren, und keine Räume, die für Fußgänger gesperrt sind – auch nicht als „Abkürzung“, unter Zeitdruck!

Wenn Fußgänger und Gabelstapler im selben Bereich arbeiten, sollte es ausgewiesene und vom restlichen Verkehr abgetrennte Gehwege geben. Diese sollten durch Absperrungen geschützt und durch Markierungen hervorgehoben sein.

Lassen Sie sich niemals dazu verleiten, unter eine angehobene Last zu gehen oder unter einer zu arbeiten – halten Sie immer einen Sicherheitsabstand ein.

Wenn ein Gabelstapler mit Zonenwarnlicht ausgestattet ist, sollten Sie diesen Bereich auf keinen Fall betreten. Die blauen Warnleuchten des Gabelstaplers markieren den Gefahrenbereich vor dem Fahrzeug. Rot markiert die Gefahrenzonen um den Gabelstapler herum.

Keine Risiken eingehen

Fahren Sie nicht als Beifahrer auf einem Gabelstapler mit und lassen Sie sich niemals mit der Last oder den Gabelzinken anheben.

Versuchen Sie nie, eine von den Gabeln rutschende Ladung zu stabilisieren, und versuchen Sie sich nicht als lebendes zusätzliches Kontergewicht. Regelmäßig kommen Menschen bei dem Versuch, als Gegengewicht zu fungieren, ums Leben.

Vorsichtige Annäherung

Tragen Sie immer Warnwesten. Für Fußgänger ist es viel einfacher, einen Gabelstapler zu erkennen als für den Staplerfahrer, den Fußgänger zu sehen.

Wenn ein Gabelstapler auf Sie zukommt, sollten Sie sich unbedingt vergewissern, dass der Fahrer Sie gesehen hat. Nähern Sie sich dem Stapler erst, wenn er steht – und dann nur von der Seite.

Fußgänger müssen in Bereichen, in denen Gabelstapler fahren und arbeiten, besonders wachsam sein und auf tote Winkel achten, sobald sie einen Gang betreten, um eine Ecke oder durch eine Türöffnung gehen.

Die häufigsten Unfallursachen mit Gabelstaplern

· Inspektionen und tägliche Wartungen vernachlässigt: Ob Gabelstapler oder PKW – ein technisch nicht verkehrssicheres Fahrzeug ist eine Gefahr für alle Beteiligten.

· Sicherheitsregeln nicht beachtet: Anlegen des Sicherheitsgurtes vergessen. Stapler unbeaufsichtigt mit Schlüssel abgestellt, sodass Unbefugte damit fahren können. Ladungssicherung vergessen. TOT-Mannschalter umgangen. Rennen gefahren, Grenzen ausgetestet…

· Der Stapler kippt: Gabelstapler neigen aufgrund ihrer Gewichtsverteilung schnell zum Kippen. Besonders in Kurven und beim Rangieren mit angehobener Last steigt das Risiko enorm.

· Arbeiten auf engem Raum: Ist der Stapler schwer beladen, ist die Sicht oft eingeschränkt und der Stressfaktor hoch. Unter Zeitdruck wird hektisch agiert und es steigt die Gefahr, Fußgänger zu übersehen.

· Die Lasten sind nicht richtig verteilt: Das Transportgut muss immer gleichmäßig verteilt werden. Eine Sicherung gegen Verrutschen ist unabdingbar. Je höher der Mast ausgefahren wird, desto mehr kann er schwanken.

Moderne Sicherheitssysteme im Gabelstapler

Die renommierten Gabelstapler-Hersteller investieren schon seit Jahren in die Sicherheitsfeatures ihrer Flurförderzeuge. Viele neue Stapler verfügen bereits über intelligente Systeme, die die Fahrer vor gefährlichen Situationen warnen oder diese erst gar nicht entstehen lassen. Beispiele dafür sind Kurvenkontrollsysteme, Personenerkennung und Abstandssensoren, automatischer Rampenstopp, Maststabilisierungssysteme, Pin-Code-Schlüsselsysteme und vieles mehr.

*RIDDOR = Reporting of Injuries, Diseases and Dangerous Occurrences Regulations. Die Verordnung über die Meldung von Verletzungen, Krankheiten und gefährlichen Vorkommnissen ist eine gesetzliche Vorschrift in England.

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Mehr als Transportieren, Heben, Lagern

Mehr als Transportieren, Heben, Lagern

Effizienter Staplereinsatz in der Praxis

Effektiv ist nicht automatisch effizient

Effektivität bedeutet, definierte Ziele zu erreichen – etwa hohe Umschlagszahlen oder kurze Durchlaufzeiten. Effizienz geht einen Schritt weiter: Sie beschreibt, wie viel Aufwand notwendig ist, um diese Ziele zu erreichen.

Ein Beispiel aus dem E-Commerce:
Ein Lager kann seinen kompletten Warenbestand innerhalb von 24 Stunden umschlagen. Wird dieses Ziel sogar in 20 Stunden erreicht, ist das zweifellos effektiv. Wenn dafür jedoch eine überdimensionierte Staplerflotte, hohe Personalkosten, viele Schäden, häufige Stillstände oder unkoordinierte Ladezyklen in Kauf genommen werden müssen, leidet die Effizienz – und damit letztlich die Wirtschaftlichkeit.

Gerade hier zeigt sich: Gute Leistung allein reicht nicht aus. Sie muss auch kostenseitig sinnvoll erbracht werden.

Nicht jeder Staplereinsatz braucht Optimierung

Gleichzeitig ist wichtig, realistisch zu bleiben.
Nicht jeder Betrieb muss seinen Staplereinsatz bis ins letzte Detail analysieren. Wer ein oder zwei Gabelstapler gelegentlich nutzt – etwa zum Abladen von Paletten oder zum Einlagern von Material – verwendet den Stapler vor allem als praktisches Hilfsmittel. In solchen Fällen liegt der Nutzen klar auf der Hand: Zeitersparnis, Entlastung der Mitarbeitenden und mehr Sicherheit.

© Mitsubishi EDIA EM FB14-20(C)N2T Series

Anders sieht es aus, wenn Stapler fester Bestandteil der Wertschöpfung sind.
Beispielsweise im Getränkegroßhandel mit Hallenlager, Außenflächen und zusätzlichem Veranstaltungsservice. Hier sind Stapler, Hubwagen und Fahrer essenzieller Teil des täglichen Geschäfts. Präzision, Verfügbarkeit, Sicherheit und Geschwindigkeit wirken sich direkt auf Kosten und Ertrag aus. In solchen Umgebungen lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Wenn andere mit weniger Aufwand mehr erreichen

Oft entsteht der Wunsch nach Optimierung nicht aus eigenem Antrieb, sondern durch den Vergleich:
Ein Wettbewerber erreicht ähnliche Umschlagszahlen, arbeitet aber mit weniger Maschinen, weniger Personal oder geringeren Kosten. Spätestens dann werden Abläufe, Fuhrpark und Einsatzzeiten hinterfragt.

Der erste Schritt ist dabei immer eine ehrliche Bestandsaufnahme:

  • Wie haben sich Fahrwege, Lagerstruktur oder Warenarten verändert?
  • Wie viele Stunden sind die Stapler tatsächlich im Einsatz?
  • Gibt es viele Leerfahrten oder Stillstandszeiten?
  • Wie werden Maschinen und Lasten im Alltag behandelt?
  • Entsprechen alle Fahrzeuge den aktuellen Sicherheitsanforderungen?

Diese Fragen lassen sich in kleinen Flotten oft noch „aus dem Bauch heraus“ beantworten. Mit wachsender Anzahl an Fahrzeugen wird das jedoch zunehmend schwierig.

Daten statt Bauchgefühl

Je größer der Fuhrpark, desto komplexer wird die Bewertung.
Eine manuelle Erfassung von Einsatzzeiten, Fahrverhalten oder Stillständen ist im Tagesgeschäft kaum realistisch. Sie kostet Zeit, bindet Personal und liefert häufig nur Momentaufnahmen.

Hier kommt Telematik ins Spiel.

© Mitsubishi PREMIA EX PBR20-30N2 Series

Effizienzgewinne durch Telematik

Telematiksysteme erfassen relevante Daten direkt am Fahrzeug: Nutzung, Betriebszeiten, Batteriestatus, Fahrverhalten oder Belastung der Komponenten. Diese Informationen werden zentral ausgewertet und schaffen erstmals eine objektive Grundlage für Entscheidungen.

Typische Fragestellungen lassen sich damit klar beantworten:

  • Welche Stapler sind stark ausgelastet – und welche kaum?
  • Wo entstehen viele Leerfahrten?
  • Zu welchen Zeiten treten Belastungsspitzen auf?
  • Wie unterscheiden sich Fahrweisen und Nutzung zwischen einzelnen Fahrern?
  • Wann sind Wartungen sinnvoll, bevor es zu Ausfällen kommt?

Gerade für Händler ist wichtig:
Telematik ersetzt keine Erfahrung – sie unterstützt sie mit Fakten.

Die richtigen Maschinen für die richtigen Aufgaben

Effizientes Flottenmanagement bedeutet nicht, möglichst viele Fahrzeuge einzusetzen, sondern passende Fahrzeuge für konkrete Aufgaben bereitzustellen.

Ein einfaches Praxisbeispiel:
Ein Betrieb erkennt anhand der Telematikdaten, dass mehrere Elektrostapler mit hoher Tragfähigkeit überwiegend kurze Strecken fahren, selten Lasten aufnehmen und lange Leerlaufzeiten haben. Die Analyse zeigt, dass ein Teil dieser Aufgaben besser von Niederhubwagen übernommen werden könnte. Durch den Tausch von Maschinen reduziert sich nicht nur der Fuhrpark, sondern auch der Personal- und Wartungsaufwand – bei gleicher Leistung.

Solche Entscheidungen lassen sich ohne Daten kaum fundiert treffen. Mit Telematik werden sie nachvollziehbar und wirtschaftlich begründbar.

Fazit

Ein effizienter Staplereinsatz beginnt nicht mit Technik, sondern mit dem Verständnis der eigenen Prozesse.
Telematik ist dabei kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, um Transparenz zu schaffen, Potenziale zu erkennen und fundierte Entscheidungen zu treffen. Für Händler eröffnet dieses Wissen vor allem eines: die Möglichkeit, Kunden besser zu beraten – praxisnah, nachvollziehbar und auf Basis realer Einsatzdaten.

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Die Zukunft der Intralogistik: Wird der Gabelstapler vom KI-Roboter verdrängt?

Die Zukunft der Intralogistik: Wird der Gabelstapler vom KI-Roboter verdrängt?

Ein Realitätscheck zwischen Industrie 4.0 Hype und Logistik 5.0

Der digitale Wandel beschleunigt sich. Algorithmen, künstliche Intelligenz (KI) und autonome Systeme scheinen die logistischen Fähigkeiten ganzer Staplerfahrerteams auszulagern – fest verankert in dem Glauben, die Technologie könne alles effizienter, schneller und günstiger. Der Fokus der Industrie 4.0 liegt klar auf Automatisierung, Vernetzung und Profitmaximierung durch Digitalisierung.

Doch während wir über vollautomatisierte „Dark Warehouses“ sprechen, in denen Armeen von Robotern das Kommando übernehmen, zeichnet sich ein differenzierteres Bild ab. Experten sprechen bereits von der Logistik 5.0. Hier rückt der Mensch wieder in den Mittelpunkt – unterstützt durch Resilienz, Nachhaltigkeit und ethische Arbeitsgestaltung.

Die Realität der Automatisierung: Grenzen und Risiken

Digitale Lager, gesteuert durch KI, sind heute Realität. Doch vollautomatisierte Systeme sind nur so lange effizient, wie die Parameter statisch bleiben. Die Achillesferse der Vollautomatisierung ist ihre Starrheit:

  • Wartungsintensität: Reparaturen am Leitsystem können zu langen Stillstandzeiten führen.
  • Dominoeffekte: Ein Systemausfall legt oft den gesamten Warenfluss lahm, mit Auswirkungen bis zum Endkunden.
  • Investitionsrisiko: Je kleiner und verwinkelter ein Lager („Brownfield“), desto unrentabler wird der Einsatz hochkomplexer KI-Systeme.

Die Akteure: Wer fährt durch das Lager von morgen?

  • AGV / FTS (Fahrerlose Transportsysteme): Folgen starren Linien oder Drähten.
  • AMR (Autonome Mobile Roboter): Navigieren frei mittels SLAM-Technologie (Simultaneous Localization and Mapping).
  • Cobots: Kollaborative Roboter, die dem Menschen assistieren, statt ihn zu ersetzen.
  • Spezial-Roboter: Von Palettierern über Shelf-Scanning-Roboter bis hin zu autonomen Regalbediengeräten.
© Mitsubishi GRENDIA ES FD20-35N3 Series
© Mitsubishi SENSIA EM RB16-25N3(H)(S)(X) Series

Warum der Stapler bleibt:

  1. Flexibilität: Für unvorhergesehene Einsätze, komplexe Be- und Entladungen von LKW oder sperrige Güter ist der Mensch-Maschine-Verbund ungeschlagen.
  2. Smart Forklifts: Moderne Stapler sind vernetzt. Telematik-Systeme liefern Daten zu Stoßbelastungen, Wartungsintervallen und Fahrwegeoptimierung.

Fazit: Symbiose statt Verdrängung

Die Antwort auf die Zukunftsfrage ist also nicht „Mensch oder Maschine“, sondern „Mensch mit Maschine“. Wer wettbewerbsfähig bleiben will, entsorgt seine Stapler nicht, sondern integriert sie in ein intelligentes, digitales Gesamtsystem.

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Neue Stapler? Neues Lager? Oder alles neu?

Neue Stapler? Neues Lager? Oder alles neu?

Gerade kleinen und mittelständischen Unternehmen fällt es schwer, bei Investitionen in die Logistik die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Wenn die interne Logistik, vom Einlagern über das Kommissionieren bis zum Versand, aufgrund von wachsendem Volumen immer wieder stockt, ist schnelles Handeln angesagt.

Dies gilt nicht nur für den Handel. Auch Bauunternehmer sowie mittelständische und kleine Unternehmen stehen häufig vor dem Problem, dass zu viel Zeit verloren geht, bis alle Maschinen, Geräte und Materialien auf der Baustelle sind. Zu kleine Lagerplätze im Freien und zu enge Gänge in den Hallen, kein System, zu alte oder ungeeignete Hilfsmittel (Stapler, Radlader…), – die Gründe sind zahlreich, zahlreich wie die verlorenen Stunden täglich.

In diesem Beitrag werden Sie keine Lösungen und keine Soforthilfen finden, dafür aber einfache Beispiele, die zum Nachdenken anregen und vielleicht helfen, die eigene Logistik schnell zu verbessern. Wobei Schnelligkeit nicht mit schnellem, überhasteten Handeln gleichzusetzen ist. Also nicht darauf los, planen, umbauen und einkaufen. Oft ist guter Rat gar nicht teuer. Die Analyse eines Logistikexperten spart wahrscheinlich (sehr!) viel mehr Geld, als sie kostet.

© Mitsubishi EDiA EM 3 wheel
© Mitsubishi AXiA EX Sit-on

Ein Beispiel: Die Lagerhalle ist zu klein! Alle Regale sind vollgestopft, und die Stapler können kaum noch durch die Gänge fahren. Eine neue Halle muss her, größer und mit breiteren Gängen. Kann man machen, muss man aber vielleicht gar nicht: Vielleicht ist es besser, die Gänge schmaler zu machen und so tiefere Regalplätze zu erhalten, was mehr Lagerkapazität mit sich bringt. Das Ein- und Auslagern erledigen dann Schmalgangstapler, Hochhubkommissionierer oder Fahrersitz-Hochhubwagen. Diese übergeben dann die Paletten an Gabelstapler, von denen in diesem System wesentlich weniger als vorher benötigt werden. Ob dies der richtige Weg ist, lässt sich schnell errechnen.

Kommt dabei heraus, dass dieser Umbau nicht für das zukünftige Umschlagsvolumen reicht, können im nächsten Schritt Berechnungen zum Umbau in eine halb- oder vollautomatische, fahrerlose Lagerhaltung angestellt werden. Außerdem sollte dann auch der Bau einer neuen Lagerhalle in die Berechnungen einbezogen werden.

Bei allen Planungen und Kalkulationen müssen immer alle Betriebskosten laufzeitabhängig mit einbezogen werden. Bleiben wir beim beschriebenen Beispiel: Der Bau einer neuen Lagerhalle mit mehr Regalplätzen und etwas breiteren Gängen, aber sonst ein Zwilling der vorhandenen Halle, ist die günstigste Anschaffung. Aber es werden mehr Stapler und mehr Fahrer benötigt. Addiert man die Anschaffung der Maschinen und die Betriebskosten für Menschen und Maschinen zusammen, wird die augenscheinlich günstigste Lösung zur Kostenfalle, und eine andere Variante, wie beispielsweise ein vollautomatisiertes 4.0 Lager, ist plötzlich der Preis-Leistungs-Sieger.

Auch ist die Zeit ein entscheidender Faktor. Nicht nur die verlorene Zeit durch Suchen, Hin- und Herräumen, sondern auch Zeit, die man verstreichen ließ, weil bisher immer noch alles gut ging. Oft sind es Klein- und Mittelstandsunternehmen, in denen über Jahre die Arbeitsweisen und Lagerstrukturen nicht an die tatsächlichen Anforderungen angepasst wurden. Wir reden über den Getränkemarkt mit 2 Staplern und 5-10 Hochhubwagen, den Baustoffhandel mit Staplern und Radladern oder den Fliesenleger mit Fliesenlager und Verkauf.

Wer mit den Investitionen in Fuhrpark und Lager wartet, bis sich fast nichts mehr dreht, trifft oft vorschnelle Entscheidungen, in der Hoffnung, dass danach alles gut wird. Besser ist es, sich mit kleinen Investitionen, gebrauchten Flurförderzeugen und gemieteten Lagerplätzen Zeit zu verschaffen, um sich professionellen Rat zu holen und alle Möglichkeiten abzuwägen.

© Mitsubishi PREMiA ES Pedestrian

Lagerhaltung und Transport sind ein komplexes Geschäft.

Es gibt keine eierlegende Wollmilchsau, die allen Jobs gerecht wird. Jeder Transport, jeder Arbeitsplatz hat seine eigenen, individuellen Anforderungen, seine eigenen Herausforderungen und seine eigenen Standards. Die richtige Auswahl der Technik und Lagerplätze macht jeden Betrieb effizienter, produktiver und sicherer. Und die regelmäßige Überprüfung – hat sich die Situation verändert, gibt es andere Standards, sind die Maschinen noch optimal für den Job, was macht der Wettbewerb besser oder schlechter – macht den Unterschied zwischen Erfolg und Niedergang.
Wenn es an der Zeit ist, die Geräteflotte auszutauschen oder sie zu vergrößern, ist es immer ratsam, die Anforderungen und die komplette Lagereinrichtung neu zu bewerten. Sind vielleicht neue Spezialstapler für diese oder jene Aufgaben die bessere Wahl?
Es ist eine alte Weisheit: Wenn alles zueinander passt, wenn die Maschinen auf den Einsatz abgestimmt sind, fördert dies die Effizienz. Da können schon kleine Änderungen große Auswirkungen haben. Lagerhaltung ohne Risiko gibt’s nicht. Ein ganzheitlicher Ansatz, der Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, Standortvorteile und Zukunftsaussichten beachtet, verringert das Risiko von Fehlentscheidungen.

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Assistenzsysteme in Flurförderzeugen

Assistenzsysteme in Flurförderzeugen

Ein Assistenzsystem ist ein technisches, oft vollautomatisches System, das Maschinenbediener bei der Erledigung ihrer logistischen Aufgaben unterstützt. Es kann sowohl wichtige Informationen bereitstellen und Hilfestellungen geben als auch vollautomatisiert eingreifen. Die Systeme basieren immer mehr auf künstlicher Intelligenz und bringen mehr Sicherheit und Produktivität in den Umschlagsalltag.

Digitale Helfer sind überall. Autofahrer kennen es: Es piept beim Rückwärtsfahren, es piept beim Vorwärtsfahren, und wenn wir es ignorieren, weil die Bodenschwelle, die den Warnton auslöst, nur eine kleine ist, veranlasst der Bordcomputer eine Vollbremsung.  Das nervt. Andererseits sind das adaptive Kurvenlicht, der Abstandsregler sowie viele, viele andere Assistenzsysteme eine echte Bereicherung.

Längst verfügen auch Flurförderzeuge über eine große Auswahl an digitalen Hilfssystemen. In der Praxis gibt es gesetzliche Anforderungen, die je nach Land, Branche und Anwendungsfall variieren. Darüber hinaus gilt, wie bei allen betrieblichen Neuanschaffungen, zu prüfen, was notwendig und hilfreich sowie produktiv ist und was man nicht braucht. Ein Beispiel: Der Chef eines kleinen Unternehmens hat 3 Staplerfahrer und 3 Stapler. Beim Neukauf entscheidet er sich für Gabelstapler mit Pin-Code Zugriff, weil da alle individuellen Einstellungen des Sitzes und des Lenkrades gespeichert werden und sich automatisch auf den Fahrer einstellen. Dann braucht er dies nicht mehr alles manuell anpassen. Allerdings fährt er so gut wie nie Stapler und seine 3 Fahrer tauschen die Maschinen im normalen Betrieb nicht untereinander. Ökonomisch muss man das nicht haben, aber es ist nice to have. Nicht immer zählt die Wirtschaftlichkeit.

Die wichtigen Assistenzsysteme vermeiden Unfälle und erhöhen die Produktivität

  • Adaptive Fahrgeschwindigkeitsregelung reduziert die Geschwindigkeit in Kurven, auf unebenem Untergrund oder bei hohen Lasten.
  • Stabilitäts-/Kippwarnsysteme erkennen potenzielle Kippwinkel, bevor es zum Umfallen kommt, und warnen den Fahrer rechtzeitig.
  • Rück- und Frontkamera oder Spiegel-Assistenz verbessern die Sicht für den Fahrer, besonders nach hinten oder in schmalen Gängen.
  • Hub- und Lastüberwachung prüfen per Sensoren Lastgewicht, Lastschwerpunkt sowie die Gabelposition und warnen bei Überschreitung der Traglast.
  • Laststabilisierung und Neigungsverstellung garantieren ein sicheres Absetzen, Neigen und Absenken der Last, auch auf unebenem Boden. In der Höhe reduzieren sie das Schwanken des Mastes.
Mitsubishi EDiA XL mit Blue-spot
© Mitsubishi EDiA XL mit Blue-spot
© Mitsubishi SENSiA mit sway control
  • Automatische Zinkenverstellung mit Positionssensoren (Laser) erlaubt die exakte Aufnahme und Ablage von Paletten und verhindert so Beschädigungen am Ladegut.
  • Voreinstellbare Fahrmodi wie beim Auto geben Sicherheit für Anfänger oder volle Leistung für Profis, je nach Job oder Fähigkeiten des Bedieners.
  • Sensomotorische Steuerungen passen sich dem „Temperament“ des Fahrers an. Das Programm reagiert sensitiv auf die Lenkbewegungen und den Hebeldruck der Fahrer und macht die Bedienung intuitiver (Lenkung, Beschleunigung).
  • Automatischer Rampenstopp verhindert das Zurückrollen des Staplers auf Steigungen sobald der Fuß vom Gaspedal genommen wird – der Fahrer kann einfach absteigen – sobald er wieder aufsitzt und Gas gibt, wird die Bremse automatisch gelöst.
  • Pin-Code und andere Schlüsselsysteme verhindern das unbefugte Benutzen des Staplers und stellen automatisch die gespeicherten Präferenzen des jeweiligen Fahrers ein.
  • Adaptive Lastverteilungs- und Greifwinkel-Systeme passen Greif- und Hubwinkel an die Lastgröße an.
  • GPS-/Navigator-Systeme optimieren in Außen- und großen Innenarealen die  Routen und reduzieren die Fahrzeiten.

Systeme mit geringem Nutzen (Gimmicks)

  • Übertriebene Kamera- oder Sensor-Dichte ohne echte, sinnvolle  Anwendung lenkt eher ab, anstatt Sicherheit zu bringen.
  • LED-Show – zu viele Warnlichter (Rück/Seitenstrahler): Zu viele visuelle Spielereien minimieren den sicherheitsrelevanten Nutzen, weil sie mehr ablenken als warnen.
  • Komplexe Netzwerk-Integrationen ohne klare Betriebsprozesse verursachen mehr Kosten als das sie nutzen und erhöhen den Wartungsaufwand

Praktische Hinweise bei der Neuanschaffung

  • Erstellen Sie mit Ihren Fahrern eine Checkliste mit den 5-10 Dingen, die bei der Bedienung des vorhanden Stapler besser sein könnten. Prüfen Sie dann, wie oft diese „Nachteile“ vorkommen. Lassen Sie sich von Ihrem Gabelstapler/Lagertechnik-Lieferanten ein Angebot mit entsprechenden Assistenzsystemen erstellen. Danach vergleichen Sie Kosten und Nutzen – vergessen Sie dabei nicht, dass ergonomische Arbeitsplätze oft zu weniger Krankheitstagen und mehr Motivation und daraus zu höherer Leistung führen.
  • Sicherheit zuerst: Wählen Sie Systeme, die nachweislich Risikoreduktion bieten (Kipp‑, Kollisions-, Lastwarnsysteme).
  • Kompatibilität prüfen: Die Systeme sollten zu ihrer Ladegutart, den Paletten, dem Lagerlayout und zum bestehenden Fuhrpark passen.
  • Training: Assistenzsysteme sind erst richtig wirkungsvoll, wenn die Fahrer sie als sinnvoll (gut) akzeptieren. Dazu gehören auch regelmäßige Updates und entsprechende Schulungen.
© Mitsubishi EDiA EM 4Rad (mit Laser an Palette)
© Mitsubishi EDiA EM 4Rad mit Automatischem Rampenstopp

Fazit

Assistenzsysteme steigern die Sicherheit, reduzieren Beschädigungen und erhöhen die Produktivität. Grundsätzlich sollten alle Stapler mit Lastüberwachung, Sicht- und Hinderniserkennung ausgestattet sein. Extravagante Hard- oder Software ohne klaren Nutzen sollte vermieden werden. Trotz alledem bleibt die Verantwortung des Bedieners: Assistenzsysteme ersetzen nicht die tägliche Sichtprüfung und nehmen niemanden – weder Lagerleiter noch Fahrer – aus seiner Verantwortung für die Sicherheit von Mensch und Last im alltäglichen Betrieb.

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Technik, Trends und Möglichkeiten –Flurförderzeuge im Fokus

Technik, Trends und Möglichkeiten
Flurförderzeuge im Fokus

Forklift International startet einen neuen Blog rund um das Thema Flurförderzeuge: Gabelstapler mit Gas-, Diesel- und Elektroantrieb. Lagertechnik vom Hubwagen bis zum Mehrwege-Schubmaststapler. Fahrerlose Transportsysteme (FTS). Komplett automatisierte Lager und Kombinationen aus allem. Ob Marken und Ranglisten, kleine und große Stapler, Einzelgeräte und ganze Flotten – in dem Blog finden Sie praxisnahe Inhalte auch für Ihre Branche und Einsatzgebiete.

Wir berichten über alle Marken, alle Tonnagen, alle Anwendungen. Es geht um Technik, um Preise, um Ein-Mann-Jobs ebenso wie um 24/0 Flotteneinsätze, den Bedarf kleiner Unternehmen und großer Logistiker. Die vielen verschiedenen logistischen Herausforderungen und den daraus resultierenden Anforderungen sind ebenso unser Thema wie die Zukunft der Branche.

Mieten, kaufen oder leasen, Full Service oder ein gebrauchtes Gerät? Stapler oder Hochhubwagen? Jetzt mit Logistik 4.0 starten oder noch warten? Wie geht man um mit Händlern, Robotern, Servicedienstleistern und dem Technikwandel im Allgemeinen? Stehen sich die steigenden Sicherheits-Features für Maschinenbediener und der immer schneller werdende Materialumschlag gegenseitig im Weg? Was ist hier der beste Mix – gibt‘s den überhaupt? Dies sind die Fragen, die in unserem Blog beantwortet werden.

Früher wurden schwere Lasten, insbesondere Schüttgüter, mit Schubkarren transportiert – heute gibt es dafür Radlader. Früher gab es Lagerräume, in denen wimmelte es von fleißigen, starken Menschen, die die Waren stapelten und kommissionierten. Heute sieht man in den großen modernen Lagern nur noch vereinzelt Menschen. Und die tragen keine Lasten mehr – dafür aber die Verantwortung. Selbst in „gemischten“ Logistikzentren sind oft gleichzeitig mehr Maschinen – Stapler, Hubwagen, Schubmaststapler, Kommissionierer und Fahrerlose Transportsysteme – als Menschen im Einsatz. Doch was, wenn die Technik an zentralen Punkten ausfällt? Mittlerweile sind die Anzahl von Ausfällen und die Reparaturgeschwindigkeiten in vielen Unternehmen, die sich auf Robotik verlassen, zu lebenswichtigen Faktoren im Wettbewerb geworden. Das vereinfacht nicht gerade die Entscheidungsfindung. So mancher Unternehmer steht vor der Frage: Lass ich die Finger von der Digitalisierung und Robotik oder steige ich in die Automatisierung ein?

Mitsubishi Gabelstapler
© Mitsubishi Forklift Trucks

Immer weniger Logistikzentren brauchen noch Menschen zwischen den Regalen, dafür allerdings mehr Technik: Künstliche Intelligenz steuert Hochregalstapler, Lagerroboter und vernetzte Softwaresysteme, die die Bewegung der Güter koordinieren. Manuelle Arbeit verschmilzt mit digitaler Steuerung zu einem hybriden, flexiblen Betrieb. Dennoch bleiben Grundcharakter und Aufgabe gleich: Güter sicher, effizient und zeitnah vom Wareneingang zum Empfänger zu bringen. Dies sind unsere Themen. Natürlich haben sich die Anforderungen verschoben: Mehr Geschwindigkeit, höhere Umschlagsfrequenz, präzise Dokumentation und lückenlose Rückverfolgbarkeit sind heute entscheidend.

Zum Beispiel hängt die Wahl des Stapler-Antriebs – thermisch oder elektrisch – weniger von der Grundidee als vom Einsatzgebiet ab: Innen- oder Außenbereich, Lärmbeschränkungen, Emissionen und Wartungsinfrastruktur bestimmen den Maschinepark. Und während Lagerflächen heute viel enger genutzt werden, sorgt die Digitalisierung dafür, dass stillstehende Systeme nicht mehr nur eine Frage der Technik, sondern auch der optimalen Auslastung und Planung sind.

So wandelt sich die Arbeit: Von der physischen Kraft der Mensch-Helfer-Kette hin zu intelligenten, vernetzten Systemen, die Fluss und Transparenz der Warenströme sichern. Trotzdem bleibt der Kerneffekt, wie bereits erwähnt, derselbe: Güter dort hinzubringen, wo sie gebraucht werden — zuverlässig, sicher und effizient. Und dafür gibt es keine eierlegende Wollmilchsau. Das Getränkeunternehmen mit eigener Abfüllung, langen Wegen und großem Transportvolumen braucht anders dimensionierte Umschlagshelfer als der Online-Versandhändler. Aber das logistische Ziel ist das gleiche, und die Lösungen auf dem Weg zur Optimierung verfolgen oft die dieselben Ansätze.

Wir starten in den nächsten Wochen mit dem Thema Assistenzsysteme für Gabelstapler: Was gibt der Markt her und was ist sinnvoll. Wir freuen uns, Sie dann als Leser begrüßen zu dürfen.

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Beliebtesten Hersteller 2024

Gebrauchtmarkt-Ranking 2024: Die beliebtesten Gabelstaplermarken

Ohne sie geht gar nichts: Gabelstapler und Lagertechnikgeräte sind unerlässlich für den Warenfluss in jedem Unternehmen. Doch neue Geräte sind teuer und nicht jedes Unternehmen will oder kann aktuell investieren. Der Blick auf den Gebrauchtmarkt zeigt, dass sich nach den Lieferengpässen der vergangenen Jahre die Anzahl an leistungsfähigen und zuverlässigen Gebrauchtstaplern zuletzt stark erhöht hat. Daher finden Käufer von Gebrauchtstaplern wieder mehr attraktive und zunehmend auch preisgünstige Angebote.

Des einen Freund, des anderen Leid: Für Verkäufer ist es wiederum umso wichtiger zu wissen, welche Marken aktuell besonders gefragt sind und bei welchen die Nachfrage das Angebot übersteigt.

In unserem Gebrauchtmarkt-Ranking werfen wir einen detaillierten Blick auf die beliebtesten Gabelstaplermarken 2024 in Europa.

Inhaltsverzeichnis

Das sind die beliebtesten Hersteller 2024 (Tabelle):

In der folgenden Tabelle sind die repräsentativen Marktanteile und ein zusätzlicher Nachfrage-Barometer der Top-Hersteller aufgeführt.

Platz Brand Marktanteil Nachfrage-Barometer
1 Linde 25,75% 0,87
2 Toyota 9,27% 1,33
3 Still 9,10% 0,62
4 Jungheinrich 8,04% 0,82
5 Manitou 5,92% 2,84
6 Hyster 4,57% 1,26
7 Kalmar 3,05% 2,28
8 Combilift 2,82% 2,89
9 Mitsubishi 2,34% 1,20
10 BT 2,26% 0,79
11 Yale 1,94% 0,64
12 Merlo 1,56% 5,50
13 Doosan 1,53% 0,90
14 CAT Lift Trucks 1,30% 1,65
15 HC (Hangcha) 0,89% 0,59
16 TCM 0,88% 2,58
17 JCB 0,77% 2,19
18 Nissan 0,76% 1,1
19 Cesab 0,75% 0,50
20 Unicarriers 0,75% 0,87

Diese Marken werden am häufigsten gekauft:

Graph - Die beliebtesten Staplermarken 2024
Diese Marken werden 2024 am häufigsten gebraucht gekauft (Source: Nachfragedaten von Forklift).

Der europäische Markt für Gabelstapler im Jahr 2024 ist geprägt von einer Mischung aus etablierten Marktführern und innovativen Nischenanbietern.

Linde dominiert erwartungsgemäß das europäische Feld. Auf Platz zwei befindet sich mit Toyota allerdings bereits eine kleine Überraschung. Während der japanische Hersteller international auf dem Neugerätemarkt den ersten Platz belegt, so war dieser in den letzten Jahren innerhalb des europäischen Gebrauchtmarkts zumeist hinter Linde, Still und Jungheinrich angesiedelt. 

Die Top 3 Hersteller im Überblick:

Platz 1:
Linde Material Handling
Platz 1: Linde Material Handling

Mit einem beeindruckenden Marktanteil von 25,75% werden gebrauchte Flurförderzeuge von Linde fast genauso oft verkauft wie die der Plätze 2, 3 und 4 zusammen. Geräte von Linde Material Handling sind gerade auch auf dem Gebrauchtmarkt besonders beliebt, weil sie für ihre hohe Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und eine exzellente Serviceabdeckung bekannt sind.

Platz 2:
Toyota Material Handling
Platz 2: Toyota Material Handling

Vorbeigezogen an Still und Jungheinrich und damit neu auf Platz 2, ist  Toyota Material Handling mit einem Anteil von 9,27%.

Dank einer großen und hochqualitativen Produktpalette, einem guten Servicenetzwerk und einem von vielen als stimmig wahrgenommenen Preis-/Leistungsverhältnis sichert sich der japanische Hersteller Rang 2.

Platz 3:
STILL
Platz 3: STILL

Mit einem Anteil von 9,10% sind die Flurförderzeuge von STILL die am drittmeisten verkauften im europäischen Gebrauchtmarkt. Geräte der Marke STILL sind besonders beliebt, weil sie durch fortschrittliche Technik, ergonomisches Design und hohe Energieeffizienz überzeugen, was sie zu einer zuverlässigen und kosteneffizienten Wahl für viele Unternehmen macht.

Das sind die heißesten Marken 2024

Wenn Sie einen Stapler verkaufen möchten, ist nicht nur die Anzahl der verkauften Geräte von Interesse, sondern auch die Anzahl der von Wettbewerbern angebotenen Geräte. Im Folgenden haben wir analysiert, welche der Top 20 Marken eine besonders hohe Nachfrage bei gleichzeitig geringem Angebot haben. Das Ergebnis sind die „heißesten“ Staplermarken 2024!

Diese Staplerbrands verkaufen sich besonders gut in 2024!
Für diese Marken gibt es 2024 im Verhältnis zum Angebot eine große Nachfrage (Source: Forklift).

Der Graph zeigt die Beliebtheit bestimmter Marken im Verhältnis zum vorhandenen Gebrauchtbestand. Ein daraus resultierender-  „Nachfrage-Barometer“ von 1 bedeutet also, dass ein Gerät im Verhältnis genauso oft angeboten wird, wie nachgefragt. Alle Geräte, die einen höheren Koeffizienten als 1 haben, werden also verhältnismäßig häufiger nachgefragt und gelten als „heiß“.

Sehen wir uns das am Beispiel von Linde Material Handling genauer an:

  • Auf Flurförderzeuge der Marke Linde entfallen 25,75% aller Anfragen. Allerdings sind 29,58% aller Flurförderzeug-Inserate Linde Geräte. Ins Verhältnis gesetzt ergibt sich also ein Koeffizient von
    25,75%29,58% = 0,87

Im Beispiel von Sieger Merlo ergibt sich ein Koeffizient von 5,50. Denn die Geräte haben einen Anfrageanteil von 1,56%, während sie nur 0,28% aller Inserate ausmachen.

Die Top 3 Hidden Champions im Überblick:

Platz 1:
Merlo
Platz 1: Merlo

„Merlo Teleskoplader: von Profis für Profis“ – So beschreibt der Hersteller sich selbst auf der eigenen Webseite. Und das liefert auch direkt einen Einblick, warum die Geräte des Teleskopstapler-Spezialisten so beliebt sind: Kundenzentrierte Lösungen zusammen mit einem schnellen Servicenetz katapultieren Merlo auf Rang 1 der Hidden Champions!

Platz 2:
Combilift
Platz 2: Combilift

Der Spezialist für multidirektionale Gabelstapler liefert vor allem im Bereich des Langgut-Handling hervorragende Lösungen. Kein Wunder also, dass Combilift mit seinen Geräten den Nerv vieler Kunden genau trifft und sich somit den Platz 2 sichert.

Platz 3:
Manitou
Platz 3: MANITOU

Der besonders für seine Gelände- und Teleskopstapler bekannte Hersteller aus Frankreich erreicht dank seiner qualitativ hochwertigen Produktpalette nicht nur einen phänomenalen Platz 5 in der Gesamtwertung, sondern zusätzlich auch Platz 3 unter heißesten Brands 2024! Chapeau!

 
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